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Der Rollstuhl ist da mit dem Antrieb von der Alber GmbH, der Emotion Duo Drive

  • chronischgenug
  • 21. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Da ist er nun.


Der Alber GmbH Emotion Duo Drive. ♿✨


Ein Satz, der so leicht klingt – und doch so viel Geschichte in sich trägt.



Man kann sich freuen, dass er endlich da ist.


Dass dieser zermürbende Marathon aus Anträgen, Gutachten, Paragraphen, Telefonaten, Ablehnungen und Hoffen nun (erstmal) vorbei ist.


Oder man hört die anderen Sätze:


„Eigentlich ist das doch doof, dass du den brauchst.“


„Warum hast du überhaupt einen? Du kannst doch noch laufen.“



Ja.


Ich kann laufen.


Aber was man nicht sieht: Ich laufe oft mit Schmerzen. Jeden Tag.


Und nein – das ist nicht „nur“ ein Knie, nicht „nur“ ein schlechter Tag, nicht „nimm halt mal eine Ibuprofen“.



Ich lebe mit Zerebralparese.


Eine Behinderung, die man mir nicht immer ansieht – die aber immer da ist.


Sie begleitet jede Bewegung, jede Stufe, jede Strecke, jede Erschöpfung.


Manchmal leise, manchmal brutal laut.


Und manchmal kostet mich etwas, das für andere selbstverständlich ist, unglaublich viel Kraft.



Natürlich wäre es mir lieber, ich bräuchte all das nicht.


Natürlich wäre es mir lieber, mein Körper würde einfach machen, was ich will.


Sport treiben wie früher. Unbeschwert sein. Nicht planen müssen.


Aber mein Körper hatte andere Pläne – und ich habe gelernt, ihm zuzuhören, statt ihn weiter zu überfordern.



Dieser Antrieb ist kein Zeichen von Schwäche.


Er ist ein Zeichen von Selbstfürsorge, von Akzeptanz und davon, weiter selbstbestimmt unterwegs zu sein.


Von Freiheit. Von Teilhabe. Von Würde.



Und nein:


Der Schwerbehindertenausweis ist kein hübsches Kärtchen fürs Portemonnaie.


Ich habe ihn nicht, weil er „praktisch“ ist – sondern weil mir diese Unterstützung zusteht.


Weil Inklusion kein Bonus ist. Kein Mitleid. Kein „Extra“.



Inklusion bedeutet: Menschen ernst nehmen – auch wenn man ihre Einschränkungen nicht sofort sieht.


Und ja: Inklusion kann jede*n treffen.



Ein riesiges ❤️ geht an Lückenotto.


Für Geduld, ehrliche Beratung, echtes Zuhören und das Gefühl, nicht „nur ein Fall“ zu sein.


Auf dem Foto sieht man einen Mitarbeiter, der nicht nur fachlich überzeugt, sondern menschlich immer zur Seite steht – mit Zeit, Verständnis und Respekt. Genau so fühlt sich gute Unterstützung an.



Heute feiere ich keinen Rollstuhl.


Ich feiere Möglichkeiten.


Ich feiere Unterstützung.


Und ich feiere den Mut, Hilfe anzunehmen. 🌈♿️



 
 
 

2 Kommentare


dieter jacob
dieter jacob
27. Jan.

Den Menschen kenne ich, er half mir auch zu einem Rollstuhl zu kommen. Nun habe ich einen, nur wie gehe ich i9m Alltag damit um? Wie überwinde ich Bürgersteigkanten? Wie zu toll abgeschgrägte Bürgersteige? Darf ich dann Radwege benutzen, oder gar Straßen?

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chronischgenug
14. Feb.
Antwort an

Hallo Dieter, das ist schön, dass dir auch geholfen werrden konnte. Im Alltag muss ich mich selber noch damit zurecht finden und sehr viel lernen, es ist garnicht so einfcah wie es im ersten moment wirkt.

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